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Nachdem Tiger Woods bereits pausiert, spricht nun John Daly vom Rücktritt. Damit fehlen der amerikanischen Profitour zwei Magneten. Mal sehen, für wie lange.
Jedenfalls kommt die amerikanische Profitour und einige ihrer Protagonisten zur Zeit aus den Negativ-Schlagzeilen einfach nicht heraus. Seit Wochen stellt der private Skandal um Tiger Woods das Sportliche in den Hintergrund, Spieler wie Offizielle streiten um das leidige Thema, welche Rillen in den Eisenschlägern erlaubt sind und welche nicht, und jetzt noch die Ankündigung von John Daly, er wolle mit dem Profisport vorerst aufhören.
Egal, ob nun die einen Daly super finden und andere wieder nur peinlich. Tatsache ist, dass das ehemalige Enfant terrible nach wie vor Massen anzieht und trotz fehlender Tourkarte zu jedem zweiten Turnier auf der US-Tour eingeladen wird.
Kaum ein anderer Spieler hat die Fans weltweit in all den Jahren so fasziniert wie dieser Nicht-Vorzeigegolfer aus Arkansas. Ob nun dies sein unbekümmert aggressives Spiel war, seine langen Abschläge, seine Gefühlsausbrüche auf dem Platz oder seine Eskapaden im Privatleben: vier gescheiterte Ehen, Alkohol- und Spielsucht, Millionenschulden und vieles mehr.
Und nun Rücktritt? Nach dem zweiten verpassten Cut in Folge teilte er mit, er könne seine Leistungen nicht mehr abrufen. Der Druck, Geld zu verdienen sei zu groß geworden, und dass seine Schuldenlast in zweistelliger Millionenhöhe ihn erdrücke. Via Twitter relativierte Daly tags darauf und bat um Verständnis. „Neben meinen Schulden plagt mich noch immer die Rippenverletzung, die ich mir 2007 zugezogen habe. Ich brauche wohl noch Zeit.“ Warten wir es ab.