Gelati - ein Gaumenkitzel im wahrsten Sinne des Wortes und eine tolle Erfrischung vor oder nach der Golfrunde. Lebensart und Kultur vermischen sich in der Toskana auf allerhöchste Weise und machen den speziellen Charme dieses Landstriches aus.Hannibal überquerte einst mit seinen Elefanten die Alpen, um nach Italien zu gelangen.Schneller und bequemer geht es, nach Pisa zu fliegen und dort ein Auto zu mieten. Dort wird als erstes natürlich der Schiefe Turm besichtigt. Seltsames Gefühl darunter zu stehen. Könnte er nicht doch kippen? Doch der Alte trotzt seit Jahrhunderten beharrlich der Schwerkraft, hält sich im Schwebezustand zwischen Himmel und Erde. Und genauso fühlt man sich in der Toskana.
Grüne Hügel und dazwischen Sonnenblumenfelder. Thermen unter freiem Himmel und breite Sandstrände an der Küste. Weinberge prägen vielerorts das Landschaftsbild. Mit Zypressen gesäumte Alleen führen zu Fattorien, die neben der Verkostung edler Tropfen, kulinarische Produkte aus eigenem Anbau anbieten. Großartige Gebäude - vorwiegend aus Mittelalter und Renaissance - schmücken Städte wie Florenz, Siena, Pisa oder Lucca. Michelangelo, Botticelli und Leonardo da Vinci arbeiteten hier und hinterließen einzigartige Kunstwerke. Auch San Gimignano, Montepulciano oder Volterra warten mit beeindruckenden Kulturschätzen auf. Und dann erst die italienische Küche: Mama mia! Da steckt mehr dahinter als Spagetti und Pizza. Lebensart und Kultur vermischen sich in der Toskana auf allerhöchste Weise und machen den speziellen Charme dieses Landstriches aus.
Die Versilia ist ein Gebiet zwischen den Apuanischen Alpen und der Küste von Cinquale bis zum Lago die Massaciuccoli. Im Windschutz der Berge zieht sich ein breiter, feinsandiger Strand am Thyrrenischen Meer entlang. In vornehmen Seebädern, erstrahlen die liebevoll restaurierten Grand Hôtels der Belle Époque in neuem Glanz. Die Promenaden sind noch Flaniermeilen in traditionellem Sinn, gesäumt von edlen Geschäften und Cafes. In den Bagnos, die viel mehr sind, als nur eine Gelegenheit zum Schwimmen, laden Liegestühle und Sonnenschirme zum „Dolce far niente“ ein. Alles in allem der rechte Ort für Badenixen, Schlemmermäuler, Kunstliebhaber und Golfspieler.
Im Nobelbadeort Forte dei Marmi liegt das Hotel Byron direkt an der Strandallee gegenüber exklusiver Badeanstalten. Die Zimmer und Suiten verteilen sich auf zwei Villen, die in einen Garten mit altem Baumbestand eingebettet sind. Was das Hotel aber besonders von den anderen Häusern an der Küste unterscheidet, ist die kreative Küche von Andrea Mattei, der gerne mit dem typischen Produkt der Region, dem Lardo, kocht. Das ist der fette Speck speziell gezüchteter Schweine, der nach alten überlieferten Rezepten in großen Marmorwannen aus dem nahen Carrara gereift wird.
Ein weiterer Pluspunkt des Hotels: Die 18-Loch-Anlage Versilia Golf ist nur vier Kilometer entfernt und ebenfalls vom Feinsten. Hier trifft sich die italienische High Society. Entsprechend elegant ist das Clubhaus. Der 18-Loch-Meisterschaftsplatz, von einem italienisch-englischen Architekten-Team entworfen, liegt zwar flach, ist aber durch ein abwechs-lungsreiches Layout total spannend. Wasserhindernisse kommen an zwölf Bahnen ins Spiel, die üppige Vegetation - reich an Blumen - steht im Kontrast mit blütenweißen Bunkern. Eingerahmt wird die Anlage von den Apuanischen Alpen, auf deren Gipfeln von Herbst bis zum Frühsommer der Schnee liegt.
Als schönstes Seebad der Toskana gilt Viareggio. In der Viale Regina Margherita sind alle Gebäude im Liberty- und Dedò-Stil erbaut. Schön ist es, hier zu bummeln und im Gran Caffé Margherita mit seinen bunten und morgenländisch anmutenden Kuppeln Platz zu nehmen. Sehen und gesehen werden, heißt es auch im Bagno Balena, das nicht nur zum Badevergnügen einlädt. Um diese beiden Hot Spots gut im Auge zu behalten, wohnt man am besten im gegenüberliegenden „Plaza e de Russie“. Erbaut 1871, strahlt es den Charme dieser Epoche aus. Der russische Adel quartierte sich seinerzeit zur Badesaison ein, um die mondäne Pracht zu genießen. Auch heute, nach einigen Renovierungen, präsentiert sich das Gebäude so elegant wie jeher. Das Restaurant - rundum verglast und mit Dachterrasse - bietet nicht nur den besten Logenplatz für das Schaulaufen auf der Promenade sondern ebenfalls eine hervorragende Küche.

Ganz anders in Architektur und Ambiente, zeigt sich das Green Park Resort. Mit puristisch modernem Design, fügt es sich perfekt in die grüne Umgebung ein. Das Vier-Sterne-Resort liegt in Calambrone nur 13 Kilometer südlich von Pisa, inmitten eines Pinienhains. Hell und licht mit viel Glas, verteilen sich 148 Zimmer, ein Kongress- und ein Wellnesszentrum auf mehrere Gebäude. Allergrößten Wert legt man auch hier auf Grand Cuisine. Küchenchef Luca Landi kann seine Künste gleich in zwei erlesenen Restaurants entfalten. Zu seiner außergewöhnlichen, mediterranen Erlebnisküche, gehören unter anderem salzige Eis-Kreationen. Aus knackigen Krabbenschwänzen zaubert er ein cremiges Sorbet, zu geräuchertem Thunfisch serviert er Pfeffer-Eis.

Angefangen mit diesen exotischen Geschmacks-richtungen, haben experi-mentierfreudige Gelatieri wie Sergio Dondoli, der 1997 in seiner winzigen Eisdiele im nahen San Gimignano die „Crema die Santa Fina“ - das Eis aus Safran - kreierte. Was eigentlich nur als Hingucker gedacht war, wurde schnell ein großer Erfolg. Seitdem überrascht Dondoli seine Kundschaft – darunter Tony und Cherie Blair, sowie Italiens halbe Politikergilde und internationale Schauspieler – jedes Jahr mit neuen, ungewöhnlichen Sorten, wie zum Beispiel einer frostigen Foie Gras. Ein Gaumenkitzel im wahrsten Sinne des Wortes und eine tolle Erfrischung vor der nächsten Golfrunde.
Die spielen wir im Castelfalfi Golf Club, der sich unterhalb von Tenuta di Castelfalfi befindet, einem mittelalterlichen Dorf zwischen Florenz, Siena und Pisa. Das Örtchen klebt auf einem Hügel, umgeben von Wiesen und Feldern, einer kleinen Festungsanlage und eben dem Golfplatz, dessen 18 Bahnen sich durch einen Jahrhunderte alten Baumbestand, vorbei an Seen und Bachläufen schlängeln. Einst gehörte dieses malerische Gelände zum Besitz diverser adliger Familien, darunter den Medicis. Nun plant der TUI-Konzern hier ein Super-Resort, wobei Dorf und Burg mit einbezogen werden sollen. Bei einem geschätzten Investitionsvolumen von 250 Millionen Euro, darf man durchaus Einzigartiges erwarten.

Einzigartig zeigt sich auch das Clubhaus vom Cosmopolitan Golf & Country Club. Vermutlich beeinflusst durch die Nähe großer, kunsthistorischer Städte, hat der berühmte italienische Architekt Aldo Rosso, das runde Gebäude mit einem großen Kuppeldach versehen, um das sich halbkreisförmig ein riesiger Pool windet. Im Innern schmücken zahlreiche Fotos von Stars wie Umberto Visconti, Silvana Mangano und Sofia Loren die Wände, denn vor dem zweiten Weltkrieg, stand hier das Tirrenia-Filmstudio, das 1961 wieder geschlossen wurde. Der Golfplatz selbst ist recht Natur belassen, herausfordernd wird das Spiel durch einige Wasserhindernisse und den Einfluss des Windes, der hier trotz der warmen Herbstsonne, manchmal kräftig bläst.
Golfplätze:
www.castelfalfi.it
www.cosmopolitangolf.it
www.golftirrenia.it
www.versiliagolf.com