Der Duft der Provence
Wenn im Spätsommer die Luft in der Hitze des Tages flimmert, dann beginnen sich die Hügel mit einem lilafarbenen Schleier zu bedecken und ein berauschender Duft erfüllt die Weiten der Ebenen. Der Lavendel bestimmt nun das Gesicht der Landschaft.

Dazwischen mischen sich die würzigen Aromen von wildem Rosmarin und Thymian, und man meint sogar, den Wein riechen zu können, der auf den Hängen wächst. Und da ist dann noch dieses besondere Licht, das Spiel der Sonne, das weltbekannte Künstler wie Van Gogh, Picasso, Chagall und Cézanne zu großartigen Werken inspirierte.
Besonders malerisch zeigt sich das hügelige Bergland des Lubéron mit seinen pittoresken Borie-Dörfern und den bunten Wochenmärkten. Sie sind Treffpunkt für jung und alt und spiegeln zugleich die "Leichtigkeit des Seins", die südfranzösische Lebensart wider. In Apt werden jeden Samstag die engen Gassen der Provinzstadt zu einem großen Feinkostladen. Ob Käse und Lammfleisch aus Sisteron, Melonen aus Cavaillon, Fisch von der Côte oder Kirschen, duftende Kräuter, Gemüse und Honig aus dem Lubéron – alles ist frisch. Und zwischendurch einen Pastis zum Entspannen, nicht aus der großen Fabrik, sondern aus der örtlichen Destille. – Santé!
Inmitten all dieser Fülle, dieser reichen, satten Landschaft, erheben sich auf der höchsten Stelle eines Weinberges die historischen Gebäude der erst im Herbst 2008 eröffneten Domaine La Coquillade.
Finanziert wurde das Projekt von dem Schweizer Geschäftsmann Andy Rihs (Phonak, BMC). Zusammen mit der Domaine erwarb er 42 Hektar Land, die Hälfte davon Weinberge und entwickelte mit seinen Geschäftspartnern Werner und Carmen Wunderli ein zukunftsweisendes Tourismuskonzept auf ökologischer Basis, bei dem Wein und Genuss im Mittelpunkt stehen.

Von außen strahlen die sechs Gebäude, die teilweise aus dem 12. Jahrhundert stammen, den Charme eines romantischen, ländlichen Weilers aus, die nach behutsamer Sanierung Zimmer und Suiten beherbergen, die modernsten und höchsten Ansprüchen genügen. Das ganz Besondere an den alten Gemäuern ist jedoch, dass sie nicht nur hervorragend restauriert sondern auch mit einer innovativen Technik ausgestattet wurden. Geheizt und klimatisiert wird mit geothermischen Wärmepumpen. Solaranlagen überdachen die Parkplätze, spenden Schatten für die Autos und heizen gleichzeitig den stattlichen Swimmingpool. La Coquillade beruht auf einem Gesamtkonzept aus Architektur, Ökologie und Recycling, das als einmalig und erstmalig in der Provence betrachtet werden darf. Eine Zukunft weisende Lösung, eine Verbeugung vor der Natur. „Luxus hat nur noch seine Berechtigung, wenn er ökologisch ist“, sagt Werner Wunderli.

Sein weiteres großes Interesse gilt dem Weinanbau. Schaut man von den Suiten und Terrassen hinweg über den Hotelpool und den Skulpturengarten, fällt der Blick auf Hügel, die ringsum mit Reben bewachsen sind, bis zu einem Weinkeller. Und der sei „high sophisticated“, wie Herr Wunderli sich ausdrückt. . „Einige unserer Weintechnologien sind offiziell noch gar nicht erfunden worden“, sagt er schmunzelnd. Und das Schöne für den Urlaubsgast? Er kann durch den Forstpark radeln, sich auf dem Tennisplatz verausgaben, am Pool erholen, durch die Weinberge wandern und miterleben, wie die Trauben reifen und edle Tropfen hergestellt werden. Er kann im lauschigen Laubengarten, mitten im Weinberg regionale Speisen genießen oder sich Abend für Abend vom Chef de Cuisine Christophe Renaud, der bei den Gebrüdern Haeberlin (3 Michelin-Sterne) gelernt hat, zum „Menu de Dégustation“ einfinden, wo sich Kochkunst und beste Weine zum Hochgenuss vereinen.
Doch nicht nur Gourmets fühlen sich wohl in La Coquillade. Golffreunde finden auf mehreren Plätzen (alle in maximal 45 Minuten zu erreichen) ihren Spaß. Seit 2009 ist das First-Class-Hotel La Coquillade dem GOLFPASS Provence-Alpes-Cote d’Azur angeschlossen und kann damit sogar Golf-Packages anbieten.

Bemerkenswert ist der Golfkurs Pont Royal in Malemorte. Seve Ballesteros ließ es bei seiner Gestaltung an Kühnheit nicht mangeln. Erst schlängeln sich die Bahnen idyllisch durch leicht wellige Waldlichtungen, dann geht es steil bergauf. Die Fairways werden offen und bieten tolle Ausblicke und ebensolche Herausforderungen.
Der Provence Country Club liegt zwischen L'Isle sur la Sorgue und Fontaine-de-Vaucluse.Bewusst schlicht gehalten und ohne große Umgestaltungen in die Berglandschaft eingepasst, hat man fast den Eindruck, dass auch für die Grüns keinerlei Erdbewegungen vorgenommen wurden: wellig und manchmal beinahe unförmig sträuben sie sich gegen jede geplante Linie des Balles.

Im Osten der Papststadt liegt der Golfkurs Grand Avignon. Gestaltet nach amerikanischem Vorbild ist das Gelände zwar flach, aber gespickt mit zahlreichen Wasserhindernissen. Hier ist Vorsicht geboten, denn allzu oft schweifen die Blicke zum prächtigen Mont Ventoux mit seinen weißen Kalkhauben. Ab Loch 8 zeigt der "Riese der Provence" seine stolzen 1.912 Metern.

Mit dem Garden Golf d'Avignon haben Géry Watine und Thierry Sprecher eine Anlage ganz in sanften Rundungen kreiert, wo die kleinen Greens, manche auch auf einer Schrägböschung liegend, schützend von Bunkern umgeben sind. Gräben, Tümpel, Becken und Teiche, auf denen sich gesellig Wildenten tummeln und Flordia-Schildkröten zu sehen sind, begleiten die Fairways.
Landschaftlich ganz anders, zeigt sich der Golfplatz Servanes. 18 Bahnen laufen unterhalb der weißen Felsen der Alpillen und bilden einen Kontrast zum azurblauen Himmel und dem satten Grün einer überschwänglichen Vegetation. Olivenbäumen, Weinreben und Zypressen wachsen hier, künstliche Kaskaden-Seen fordern zum Spiel übers Wasser. Doch nicht nur den Augen schmeichelt die Golfanlage, auch den Sinnen. Würzig riecht es nach Myrten, Lorbeer, Thymian und Rosmarin, die Luft ist erfüllt vom Zirpen der Zykaden. Schöner kann ein Golftag nicht sein.
